Gewaltfreie Kommunikation (nach Marshall B. Rosenberg)

In der Gewaltfeien Kommunikation geht es nicht darum seine Fäuste in den Griff zubekommen. Sie können erlernen zu verstehen, wie friedvoll eine achtsame Kommunikation sein kann. Nicht nur für unseren Gesprächspartner, sondern und vor allem für uns selbst.

Diese Kommunikation ist eine Methodik und ermöglicht Menschen so miteinander umzugehen, dass der Kommunikationsfluss zwischen ihnen verbessert wird. Die Gewaltfreie Kommunikation ist in vielerlei Hinsicht im Alltag sehr hilfreich, sei es in Bezug auf Unternehmen oder Privatpersonen und kann eine friedliche Kommunikation fördern. Sie ist in erster Linie eine Grundhaltung, die eine wertschätzende Beziehung in den Vordergrund stellt. Hierbei schließt sie jegliche Form der Kommunikation ein, sei es verbal oder nonverbal.

Gewaltfreie Kommunikation basiert auf den drei Säulen „Selbstempathie“, „einfühlsames Zuhören“ und „ehrlicher, achtsamer Selbstausdruck“. Jede dieser drei Fähigkeiten lässt sich einzeln trainieren.

Marshall B. Rosenberg hat hier die Methodik der 4 Schritte ausgearbeitet, die als Handwerkszeug und Hilfsmittel dienen kann, um zu lernen wie man sich ausdrückt.

Hierbei ist sehr wichtig, mit welcher Haltung ich persönlich kommuniziere. Habe ich eher eine gewaltvolle oder eine einfühlsame Kommunikation. Marshall B. Rosenberg bedient sich zweier Symboltiere. Der Giraffe, sie ist das Säugetier mit dem größten Herzen und symbolisiert somit eine einfühlsame Sprache und dem Wolf/Schakal, der seit langer Zeit das Symbol für Bedrohung und Angst ist.

Die vier Schritten der GFK

Schritt eins: Beobachtung ohne zu Bewerten

  • Was ist, wertfrei betrachtet, genau geschehen?
  • Was haben Sie konkret beobachtet?
  • Was genau wurde gesagt und getan?

Schritt zwei: Die Gefühle

  • Wie geht es Ihnen mit dem Gesagten (Gehörten, Beobachteten…)?
  • Was lösen die Beobachtungen bei Ihnen aus?
  • Wie fühlen Sie sich dabei?

Schritt drei: Die Bedürfnisse

  • Um welches Bedürfnis geht es in dieser Situation?
  • Was genau ist Ihnen dabei wichtig?
  • Geht es Ihnen um …(Sicherheit, Zusammenarbeit, Selbstbestimmung o.Ä.)?

Schritt vier: Die Bitten

  • Wie könnte Ihre diesbezügliche Bitte lauten?
  • Was genau wäre ein passender nächster Schritt?
  • Auf welche Weise kann ich Sie konkret unterstützen?

Um es zu verdeutlichen – so würde es M.B. Rosenberg ausdrücken: „Wenn 1, dann fühle ich mich 2, weil ich 3 brauche. Deshalb möchte ich jetzt gerne 4.“

-> also eigentlich ganz einfach ;o)

In meinem nächste Beitrag lesen Sie: „Das Harvard-Konzept“ – Was hat das mit Mediation zu tun?