Was ist denn ein Impulsvortrag

Ein Impulsvortrag ist immer mir ein „kleiner“ Einblick in ein bestimmtes Thema meines Fachgebietes…

Für das Landratsamt Alb-Donau-Kreis Fachdienst Flüchtlinge und Integration durfte ich einen Impulsvortrag erarbeiten und am 26.09.2019 im Rahmen des Austauschtreffens das Haupt- und Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe vortragen. Es war mir eine große Ehre!

Wenn ich beginne mit meinem Klienten ein Thema aus meinem Fachgebiet zu erarbeiten, sprudelt es in mir bereits vor Ideen … Bis es dann zum fertigen Impulsvortrag kommt, vergehen viele Stunden in denen ich die neusten Fakten recherchiere und relevante Aspekt prüfe und filter.

Für einen Impulsvortrag greife ich auf meine Erfahrung aus dem Tagesseminar Kommunikation zurück, um eine Thema verständlich zu vermitteln.

Es geht darum bei den Zuhörern innerhalb eines ca. 40- 60 min. Vortrags Neugierde für ein bestimmtes Thema zu wecken und ihnen Informationen kurz und knapp zu vermitteln…

„Achtsamkeit – Ich gebe doch schon auf mein Hab und Gut acht – oder was ist gemeint?“

Achtsamkeit! Achtsam sein! Sei Achtsam! Du musst mehr Acht geben!…

Überall begegnet uns in der jüngsten Zeit das Wort Achtsamkeit – es gibt Achtsamkeitstrainer, Achtsamkeitsbücher, AchtsamkeitsPodcast und und und… aber was bedeutet Achtsamkeit denn überhaupt? Haben unsere Eltern und Großeltern denn nicht Acht gegeben? Dann stellt sich mir die Frage, auf was musste man früher acht geben und auf was müssen wir heute acht geben? Hat sich da was geändert?

Für mich hat sich einiges geändert, nicht nur persönlich, sondern vor allem unsere Zeit und die Ansprüche und Anforderungen die an uns gestellt werden, haben sich verändert…

Ja, wir müssen mehr Acht geben auf uns!

Wenn wir uns unsere Großeltern vorstellen, dann hatten sie Arbeitszeiten die klar definiert waren und die Freizeit in der sie sich mit Ihrer Familie und Freunden beschäftigten oder sich mit einem Buch oder einer Zeitschriften verkrümelt haben. Was ich sagen möchte, wir haben oft diese klar definierten Zeiten gar nicht mehr. Wenn wir uns nicht aktiv „abschalten“ dann werden wir immer gefordert, von unseren Smartphones, unseren Tablets, PC´s und was noch so alles blink und uns erinnert, dass wir schon seit einiger Zeit nicht mehr online waren. Und von der inneren Stimme die uns mahnt doch noch schnell, das eine oder andere zu erledigen, fang ich erst gar nicht an zu schreiben :o)

Auf uns strömt so viel mehr Wissen ein – laut einer Studie verdoppelt sich alle vier Jahr – in jeder Fachrichtung – unser Wissen! Alle vier Jahre verdoppelt es sich, dass ist eine enorme Geschwindigkeit und genau diese versuchen wir mitzuhalten! Nennen wir es Evolution, wir versuchen uns anzupassen. Leider ist Evolution nicht ohne Fehler und basiert auf der `Theorie „Die Bestangepassten überleben“ aber daraus folg nun gar nicht, dass es sich bei den Überlebenden zugleich um die bestmöglich Angepassten handelt.*` Und deshalb sollte auch jeder Innehalten und sich fragen ob die Richtung in die meine persönliche „Evolution“ geht, denn die Richtige für mich ist!

Ich glaube es gibt viele Wege und einen Weg heißt bei mir Achtsamkeit, fokussiert auf mich und meine Bedürfnisse!

Wie ich das schaffe? Nun, ich habe unter anderem einen tollen Autor gefunden, dessen Bücher ich inspirierend finde: Thich Nhat Hanh
Er ist Zen-Meister und bei ihm verstehe ich die Prinzipien der buddhistischen Lehren sehr gut.

In meinem Seminar greife ich die vier Arten der Nahrung wie Buddha sie gelehrt hat, in einem Programmpunkt auf. In der Praxis der Achtsamkeit ist es mir wichtig, dass meine Teilnehmer die wechselseitige Abhängigkeit von Körper und Geist klar erkennen.

Die Vier Arten der Nahrung, die Buddha gelehrt hat, zeigen uns den Weg, wenn wir aufmerksam sind – Achtsam erkennen können, was wir wirklich in unserm Leben aufnehmen möchten.

Essen und Trinken – Welche Lebensmittel, welche Qualität und wieviel nehme ich zu mir?

Sinneseindrücke – Wie füttere ich meine Sinneseindrücke, was schmecke ich, was höre ich, was rieche ich, was berühre ich, was sehe ich …

Wollen – Was ist mein innigster Wunsch? Was lässt mich Morgens aufstehen?

Bewusstsein – Was bin ich mir Bewusste? Die Worte die ich spreche, die die ich höre? Was sind meine Gewohnheiten und meine Begabungen?

Dabei trainiere ich keine Achtsamkeit – ich trainiere Aufmerksamkeit! Für mich ist das Wort Achtsamkeit gleichzusetzten mit Aufmerksamkeit! Aufmerksam sein was ich essen, was ich lesen möchte, welches Ziel ich mir stecke und aufmerksam meine Gewohnheiten überprüfen! Aber auch sich selbst aufmerksam beobachten, wann es Zeit ist sich aktiv abzuschalten. Das ist für mich die Form von aufmerksamer Achtsamkeit die ich lebe und weitergeben möchte!

Sie Fragen sich welche Achtsamkeit die Ihre ist? Finden Sie es heraus, in dem Sie anfangen aufmerksam in sich hineinzuspüren :o)

Wenn etwas entstanden ist, müssen wir dessen Präsenz anerkennen und tief in seine Natur hineinschauen. Wenn wir tief schauen, werden wir die Arten der Nahrung entdecken, die dazu beigetragen haben, dass es entstanden ist, und die es weiter nähren.

Samyutta Nikaya 2,47

Literatur:*(Wahre Lügen – Warum wir nicht glauben was wir sehen – Kai Schreiber/rowohltBERLIN)

„Das Harvard-Konzept“ – Was hat das mit Mediation zu tun?

Warum erwähne ich es in Zusammenhang mit Mediation? Dazu möchte ich gerne erst erklären, wie es den zu diesem Konzept kam und was es bewirken soll…

Entstanden ist es bei einem Forschungsauftrag zum Thema „Wann sind Verhandlungen in Institutionen erfolgreich?“ an der Harvard Universität

Die amerikanische Rechtswissenschaftler Roger Fischer und Williams L. Ury erklären das dahinterstehende Prinzip in ihrem veröffentlichten Buche „Getting to Yes“ (deutscher Titel: Das Harvard-Konzept) im Jahr 1981. Es ist ein Teil des „Program on Negotiation “ der Harvard Law School.

Mit dieser Methode soll man in Konfliktsituationen mit einem sachbezogenen Verhandeln, zu einer konstruktiven und friedlichen Einigung mit einem Win-Win-Ergebnis gelangen.

Es ist wichtig die persönliche Beziehung zu wahren und es steht der beidseitige größtmögliche Nutzen im Vordergrund.

Diese vier Bedingungen sollen eingehalten werden:

1. Behandeln Sie Menschen und ihre Interessen getrennt voneinander

2. Konzentrieren Sie sich auf die Interessen der Beteiligten und nicht auf Ihre Positionen

3. Entwickeln Sie Entscheidungsoptionen

4. Bestehen Sie auf objektive Beurteilungskriterien.

Die Autoren wollten damit „schlechte“ Übereinkünfte vermeiden!

Verhandlungen bringen jedoch manchmal selbst mit den besten Methoden nichts, aus diesem Grund wird empfohlen, dass man sich vorher über folgendes bewusst sein sollte:

Das sogenannte BATNA (Best Alternative To Non-Agreement)

Das bedeutet, dass man sich über die beste Alternative zu einem negativen Ergebnis Gedanken machen sollte. Hierbei wird die Frage gestellt: Was kann ich tun, wenn ich keine Einigung erlange? Wer dies vorher weiß, erhöht seine Unabhängigkeit und stärkt seine Position in einer Verhandlung.

In meinem Studium an dem Institut für Mediative Kommunikation und Diversity-Kompetenz an der Internationalen Akademie Berlin für innovative Pädagogik, Psychologie und Ökonomie gGmbH (INA), habe ich das Harvard Konzept in Zusammenhang mit der Mediation kennen und vor allem schätzen gelernt.

Hierbei orientiere ich mich am MOON-Guide. Wobei dieser Guide als Richtschnur oder mögliche Schrittfolge zu verstehen ist.

M = Menschen und Konflikte getrennt voneinander betrachten

Beispiel, wenn das Zimmer schmutzig ist: – Wertung „Du bist schlampig!“                             – ohne Wertung: „Dein Zimmer ist unordentlich“

O = Orientierung auf das Interesse und nicht auf die Position

Nicht die Frage „Wer ist schuld“ sondern „Was ist schief gelaufen? Was können wir tun? Was soll nächstes Mal besser laufen?

O = Option zum beiderseitigen Vorteil

Gibt es etwas, dass beiden etwas bringt? Statt nach der einen richtigen Lösung zu suchen, könnte man sich viele andere Möglichkeiten und Lösungswege erarbeiten.

N = Neutrale Kriterien

Es ist wichtig, dass es von beiden Parteien als neutral bewertet wird. Zum Beispiel bei Unterhaltsbewertung –  die Düsseldorfer Tabelle

In der Mediation sind es genau diese Punkte die ich als Mediator im Auge behalte. Mir ist es wichtig, dass die Parteien Menschen (unter Umständen sich selbst) getrennt vom Konflikt betrachten und die Orientierung auf dem Interesse bleibt und nicht auf der Position. In einer Mediation versuche ich die Parteien zur IHRER Win Win Lösung zu begleiten und diese mit Ihren Worten zu moderieren.

Wobei ich das Vorgehen in Bezug auf BATNA nicht in der Meditation „vorab erarbeite“, da ich zu keinem Zeitpunkt, mit von mir erarbeiteten Alternativen in den Prozess eingreife. Die Parteien bleiben während des ganzen Prozesses die Experten ihres Konfliktes. Sie erarbeiten die eventuellen Alternativen im eigenen Interesse, während des Prozesses, selbst.

Auch in Supervisionen ist das Harvard-Konzept mit dem MOON-Guide für mich eine großartige Hilfe!

In meinem nächste Beitrag lesen Sie: „Achtsamkeit – Ich gebe doch schon auf mein Hab und Gut acht – oder was ist gemeint?“

Gewaltfreie Kommunikation (nach Marshall B. Rosenberg)

In der Gewaltfeien Kommunikation geht es nicht darum seine Fäuste in den Griff zubekommen. Sie können erlernen zu verstehen, wie friedvoll eine achtsame Kommunikation sein kann. Nicht nur für unseren Gesprächspartner, sondern und vor allem für uns selbst.

Diese Kommunikation ist eine Methodik und ermöglicht Menschen so miteinander umzugehen, dass der Kommunikationsfluss zwischen ihnen verbessert wird. Die Gewaltfreie Kommunikation ist in vielerlei Hinsicht im Alltag sehr hilfreich, sei es in Bezug auf Unternehmen oder Privatpersonen und kann eine friedliche Kommunikation fördern. Sie ist in erster Linie eine Grundhaltung, die eine wertschätzende Beziehung in den Vordergrund stellt. Hierbei schließt sie jegliche Form der Kommunikation ein, sei es verbal oder nonverbal.

Gewaltfreie Kommunikation basiert auf den drei Säulen „Selbstempathie“, „einfühlsames Zuhören“ und „ehrlicher, achtsamer Selbstausdruck“. Jede dieser drei Fähigkeiten lässt sich einzeln trainieren.

Marshall B. Rosenberg hat hier die Methodik der 4 Schritte ausgearbeitet, die als Handwerkszeug und Hilfsmittel dienen kann, um zu lernen wie man sich ausdrückt.

Hierbei ist sehr wichtig, mit welcher Haltung ich persönlich kommuniziere. Habe ich eher eine gewaltvolle oder eine einfühlsame Kommunikation. Marshall B. Rosenberg bedient sich zweier Symboltiere. Der Giraffe, sie ist das Säugetier mit dem größten Herzen und symbolisiert somit eine einfühlsame Sprache und dem Wolf/Schakal, der seit langer Zeit das Symbol für Bedrohung und Angst ist.

Die vier Schritten der GFK

Schritt eins: Beobachtung ohne zu Bewerten

  • Was ist, wertfrei betrachtet, genau geschehen?
  • Was haben Sie konkret beobachtet?
  • Was genau wurde gesagt und getan?

Schritt zwei: Die Gefühle

  • Wie geht es Ihnen mit dem Gesagten (Gehörten, Beobachteten…)?
  • Was lösen die Beobachtungen bei Ihnen aus?
  • Wie fühlen Sie sich dabei?

Schritt drei: Die Bedürfnisse

  • Um welches Bedürfnis geht es in dieser Situation?
  • Was genau ist Ihnen dabei wichtig?
  • Geht es Ihnen um …(Sicherheit, Zusammenarbeit, Selbstbestimmung o.Ä.)?

Schritt vier: Die Bitten

  • Wie könnte Ihre diesbezügliche Bitte lauten?
  • Was genau wäre ein passender nächster Schritt?
  • Auf welche Weise kann ich Sie konkret unterstützen?

Um es zu verdeutlichen – so würde es M.B. Rosenberg ausdrücken: „Wenn 1, dann fühle ich mich 2, weil ich 3 brauche. Deshalb möchte ich jetzt gerne 4.“

-> also eigentlich ganz einfach ;o)

In meinem nächste Beitrag lesen Sie: „Das Harvard-Konzept“ – Was hat das mit Mediation zu tun?

 

Gedanken zum neuen Jahr

Gedanken zum neuen Jahr

Ein lieber Freund fragte mich mal, ob ich denn mein Smartphone immer wieder von alten Apps befreie und es kontrolliere ob alle Einstellungen noch richtig sind, da der Akku immer so schnell leer war…
Gesagt getan und seit her kontrolliere und reinige ich mein Telefon von Zeit zu Zeit.

Ich habe ein tolles Smartphone! 😍 Auf das passe ich auf, hege und pflege es. Darauf sind alle meine Telefonnummer gespeichert und jede Menge wichtige Apps, die meinen Alltag vermeintlich erleichtern … Ich hab mir eine Hülle gekauft und lade es auf, wenn der Akku zu wenig Balken anzeigt – damit es auch ja nicht abstürzt! Eben alles was man so macht, wenn man etwas lieb gewonnen hat…

Vor ca eineinhalb Jahren habe ich mein Telefon wieder einmal gereinigt. Dabei habe ich mich gefragt, warum ich das nicht mit meinen eigenen Einstellungen, Verhalten, Regeln und Glaubenssätze mache? Warum merke ich nicht, wenn mein Akku leer wird und mein System zum abstürzen droht? Warum trage ich veraltetes Verhalten mit mir rum? Weil man das immer so macht und man Beständigkeit demonstrieren muss? Welche Einstellungen, Rituale und Glaubenssätze sind unnötig geworden und ziehen nur meinen Akku leer? Warum habe ich keine Installation, die mich vor Viren und schädlichen Eindringlingen schützt, wie mein Smartphone es hat?

Da habe ich beschlossen, ein Achtsamkeitsverhalten bei mir zu „installieren“! Das soll mich von Zeit zu Zeit daran erinnern – inne zu halten! Zu spüren wie voll mein Akku ist und zu kontrollieren welches Verhalten, Glaubenssätze und Einstellungen noch gebraucht werden oder aufmerksam zu schauen ob es was anderes gibt, dass ich jetzt benötige…

Seit dem muss ich sagen, geht es mir besser und ich mache die Reinigungen nicht nur zu fest angesetzten Terminen wie den 01.01. Sondern immer mal wieder, wenn sich meine „Achtsamkeitsinstallation“ meldet 😉

Mir fällt das in diesen Tagen sehr auf, denn bei fragen wie zum Beispiel: „und, was wird sich im neuen Jahr für dich ändern?“ Sage ich lächelnd: „Erstmal nichts – bis sich meine Achtsamkeitsinstallation melden und dann prüfe ich, ob ich was ändern darf oder ob alles Bestens ist!“ 😍

Ich freue mich sehr auf die kommenden Stunden, Tage, Woche, Monate und Jahre!

Von Herzen wünsche ich Euch in den Feiertagen, dass Ihr Zeit für Euch habt und für Eure lieben. Haltet inne und hört in Euch hinein…

 ❣️ 💚 ❣️

INSIGHTS MDI® Potenzial- und Motivationsanalysen! Wie kann mir das weiterhelfen?

INSIGHTS MDI® Potenzial- und Motivationsanalysen! Wie kann mir das weiterhelfen?

Eine berechtigte Frage! Warum soll ich jetzt auch noch eine weitere Person ins Unternehmen holen, die sich um Mitarbeiter oder Bewerber kümmert? Was bringt mir diese Analyse persönlich und was kann sie mir über mich sagen, was ich nicht schon weiß?

Ich habe die 10 häufigsten Fragen und ihre Antworten hier zusammengestellt: 

1 Warum arbeiten Unternehmen mit den INSIGHTS MDI® -Analysen?Interne Kompetenzen zu fördern und Potenziale systematisch zu entwickeln, erweist sich in Zeiten wachsender Kunden- und Qualitätsansprüche als klarer Wettbewerbsvorteil. Nur Unternehmen, die die Stärken ihrer Mitarbeiter kennen und gezielt fördern, werden ein schlagkräftiges und damit wettbewerbsfähiges Team aufbauen können. Mit der Kenntnis über das Verhalten und die Werte der Bewerber beziehungsweise Mitarbeiter erhält das Unternehmen eine ideale Basis für sein gesamtes Human Resources Management. Die Wahrscheinlichkeit, den richtigen Mitarbeiter an die richtige Stelle zu bringen, steigt entscheidend – teure Fehlbesetzungen gehören so der Vergangenheit an.

2 Welche Vorteile bieten Trainings- und Beratungsprojekte mit INSIGHTS MDI® -Analysen? Die INSIGHTS MDI® -Analysen zeigen jedem Teilnehmer seine Ausgangssituation, die Wirkung auf andere, seine bevorzugten Strategien in Verkauf, Führung, der Interaktion mit anderen in Bezug auf seine Rhetorik u.v.m. Die INSIGHTS MDI® -Analysen sollten daher in keinem Seminar oder Training fehlen, das sich mit Menschen beschäftigt.

3 Wie erfolgen die Anwendung und Auswertung der INSIGHTS MDI® -Analysen? Der Erfolg eines Analyseverfahrens beruht auf der Akzeptanz durch den Probanden. Deshalb sind die INSIGHTS MDI® -Fragebögen leicht verständlich formuliert und beanspruchen zum Ausfüllen nicht viel Zeit. Die Auswertung erfolgt online und wird als ausführlicher textlicher und grafischer Report ausgegeben. Er beinhaltet neben der detaillierten Analyse der ausgewerteten Daten eine Fülle von sofort umsetzbaren Hinweisen und Tipps für die Praxis.

4 Wie viele Tools bieten die INSIGHTS MDI® -Analysen? Die INSIGHTS MDI® -Analysen gibt es in 20 zielgruppenspezifischen Versionen, darunter die PIW-Analyse für „Persönliche Interessen, Einstellungen und Werte“. Diese deckt die Handlungsmotive von Bewerbern und Mitarbeitern auf. Der „Verkaufs-Strategien-Indikator“ als Assessment für Verkaufsfertigkeiten, eine „Arbeitsplatz-Analyse“ zur Jobdefinition für Neubesetzungen sowie die INSIGHTS MDI® -TriMetrix-Reports mit Interview-Fragen, die gezielt trainierbare Fertigkeiten für den Beruf messen, runden mit Coaching und Mentoringinstrumenten das Portfolio ab. Alle INSIGHTS MDI® -Analysen können online erstellt werden. Weltweit werden die INSIGHTS MDI® -Analysen in 35 Ländern und 16 Sprachen eingesetzt. 6,5 Millionen Analysen wurden bis heute durchgeführt, davon allein 700.000 im deutschsprachigen Raum mit steigender Tendenz.

5 Auf welche Grundlage stützen sich die INSIGHTS MDI® -Analysen? Die Basis der INSIGHTS MDI® Potenzial-Analysen bilden die wissenschaftlichen Arbeiten von Carl Gustav Jung und William M. Marston. PIW Persönliche Interessen, Einstellungen und Werte basieren auf Dr. Eduard Spranger, TriMetrix ® auf Dr. Robert S. Hartman.

6 Was erfassen die INSIGHTS MDI® -Analysen? Computergestützt und wissenschaftlich abgesichert beleuchten die INSIGHTS MDI® -Analysen Fertigkeiten, Kompetenzen, Verhalten und das persönliche Motivationssystem. Die Analysen liefern praktikable Umsetzungsmöglichkeiten für komplexe Führungsprozesse und -methoden und zeigen wichtige Möglichkeiten der Potenzialverbesserung für den Einzelnen und zur Optimierung von Teams auf. Ihr entscheidender Vorteil: Die INSIGHTS MDI® -Analysen stellen sowohl das natürliche Grundverhalten als auch das bewusst gezeigte Verhalten sowie gleichzeitig das Arbeitsplatz-Soll-Profil dar. Auf diese Weise wird ein authentisches Bild des Einzelnen erhoben, das als Ausgangsbasis für eine umfassende Personalpolitik dient.

7 Welchen Qualitätsstandards unterliegen die INSIGHTS MDI® -Analysen?  Die INSIGHTS MDI® -Instrumente werden ständig aktualisiert und wissenschaftlich überprüft, unter anderem durch Korrelationsanalysen und Validitätsstudien. Umfangreiche statistische Überprüfungen zur Reliabilität (Zuverlässigkeit) und Validität (Gültigkeit) werden regelmäßig von amerikanischen und europäischen Universitäten durchgeführt.

Die seit 2006 eingesetzte Version III von INSIGHTS MDI® basiert auf einer eineinhalbjährigen deutschsprachigen Validierungs- und Normierungsstudie. Die dabei spezifisch für den deutschsprachigen Raum ermittelten Normwerte gewährleisten höchste Präzision der INSIGHTS MDI® -Analysen in den Zielgruppen des Verfahrens in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Ergebnisakzeptanz der INSIGHTS MDI® -Potenzial-Analysen seitens der Probanden liegt bei nahezu 90 %.

8 Wie sind die INSIGHTS MDI® -Analysen aufgebaut? Das INSIGHTS MDI® -Persönlichkeitsmodell – visualisiert durch das INSIGHTS MDI® -Rad – kategorisiert vier Farb- und acht Haupttypen mit insgesamt 60 Untertypen. Auf diese Weise ist es möglich, die Verhaltenspräferenzen eines Menschen aufzuzeigen. Jede der vier Farben steht für ein Verhaltensmuster im Umgang mit Herausforderungen, Menschen, Strukturen und Regeln. Die INSIGHTS MDI® -Analysen messen die Farbanteile/Präferenzen und ermitteln so den Persönlichkeitstyp, Stärken, Entwicklungspotenziale und Verhaltensweisen.

9 In welchen Unternehmen und Bereichen werden die INSIGHTS MDI® -Analysen erfolgreich eingesetzt? Unternehmen und Organisationen jeder Größenordnung und Branche nutzen die INSIGHTS MDI® -Analysen in unterschiedlichsten Anwendungsgebieten. Ihre Stärken zeigen die Tools in erster Linie bei der Personalauswahl und -entwicklung. Hier unterstützen die Analysen gezielt die Erkennung von Potenzialen bei der Auswahl von Bewerbern sowie der Karrieregestaltung der Mitarbeiter. Sie bieten eine präzise Grundlage für die Erstellung von individuellen, maßgeschneiderten Personalentwicklungs- und Trainingsprogrammen. Weitere Einsatzfelder sind Potenzialerkennung, Führung, Coaching, Teamentwicklung, Organisationsentwicklung und Verkaufsoptimierung.

10 Was sind die Haupteinsatzgebiete von INSIGHTS MDI® in Abgrenzung zu ASSESS by Scheelen®? INSIGHTS MDI® bietet immer dann das „richtige“ Tool, wenn es um die Interaktion zwischen Menschen geht, also um Themenbereiche wie Kommunikation, Führung, Beziehungskompetenz, Verkauf, Kundenservice, Teambildung, zum Teil aber auch Personalauswahl und -entwicklung. Demgegenüber ist ASSESS by Scheelen® vorzuziehen, wenn es um strategische Personalentwicklung, Kompetenz-management, Personalauswahl und -entwicklung in Management und Führung geht.

 

In meinem nächste Beitrag lesen Sie: Gewaltfrei Kommunikation! Ich kommuniziere doch schon gewaltfrei, oder nicht?

Mediation! Was ist denn das überhaupt?

Auszug aus meiner Facharbeit „Implementierung eines mediativem Gesamtkonzept in einem Familienunternehmen.“

„3.1. Mediation:

Eine Mediation ist ein Verfahren, das sowohl als auch im Kontext von Industrie und Sozialem angewandt wird. Es ist ein außergerichtliches Verfahren, dass sich konstruktiv mit den Konfliktparteien auseinander setzt. In eine Mediation wird ein Dritter – der Mediator – herangezogen. Dieser ist allparteilich, das bedeutet, dass er beide Parteien gleichermaßen im Prozess unterstützt und begleitet und keine Partei bevorzugt. Der Mediator stellt sicher, dass die Konfliktparteien zu jeder Zeit des Prozesses die Experten des Konfliktes sind und bleiben. Die Konfliktparteien sind für die Lösung verantwortlich und werden vom Mediator lediglich prozessorientiert begleitet. Er ist ein „Konflikt-Moderator“. Eine Mediation ist grundsätzlich vertraulich, ergebnisoffen und selbstverantwortlich und freiwillig.

Bei einer Mediation durchlaufen die Parteien verschiedene Phasen. Diese sind in 4 Phasen und dem Vorgespräch aufgeteilt.

Vorgespräch

1.     Phase – den sicheren Rahmen schaffen

2.     Phase – Konfliktdarstellung

3.     Phase – Interessen und Bedürfnisse hinter den Positionen herausfiltern

4.     Phase – Lösungsfindung und Memorandum

In der Praxis gibt es unterschiedliche Wege die zu einer Mediation führen z. B. wenn bei einer Konfliktpartei der Druck der Belastung durch den Konflikt nicht mehr tragbar wird und sie eine Lösung erarbeiten möchte oder es von einen „Dritten“ (z.B. von einem Vorgesetzten aus dem Unternehmen) angeordnet wird. 

Die Konfliktparteien sollten spüren, dass der Mediator die oben genannten Grundsätze verinnerlicht hat. Durch verschiedene Instrumente, Fragetechniken, und Methoden, wie zum Beispiel dem Stuhltausch, dem Paraphrasieren, dem Selbstbild-Fremdbild-Konfrontation oder des Doppelns, begleitet er sie auf ihrem Weg aus dem Konflikt in einen Win-Win Situation. Der Mediator sollte sicherstellen, dass die Freiwilligkeit bei allen Parteien gegeben ist.“

In dem Video vom Bundesverband Mediation, ist es auch sehr schön in Bildern erklärt:

Viel Spaß beim reinschauen! 

In meinem nächste Beitrag lesen Sie: INSIGHTS MDI® Potenzial- und Motivationsanalysen! Wie kann mir das weiterhelfen?  

Mediation im Unternehmen! Brauchen wir denn so was wirklich?

Zeichnung aus „Das Erklärvideo für Mediation“ Bundesverband MEDIATION e.V. -Fachverband zur Förderung der Verständigung in Konflikten

Ein Konflikt im Unternehmen stört nicht nur den Arbeitsablauf, sondern kann auch ganz schön teuer werden.

Manche Führungskräfte und Unternehmer werden sich nun fragen: „Warum soll ich mich da einmischen? Das ist doch nicht unser Konflikt, sondern der der Mitarbeiter und die haben sich da allein rein manövriert und dann sollen sie da auch wieder allein raus!

Na, so einfach ist das leider nicht.

Nehmen wir an, da sind zwei Konfliktparteien. Am Anfang des Konfliktes sind es nur die beiden und dann beginnt die Misere.

Es werden Allianzen gebildet und Kollegen werden zu Mitstreitern. Irgendwann stellt sich die Fragen: 

Bist Du dafür oder dagegen?

Wie ist Deine Meinung dazu?

Was meinst Du wer hat Recht?

In der Kaffeeküche und auf dem Flur gehen die Diskussionen los. Informationen die das Unternehmen betreffen werden nicht mehr weitergeleitet. „Wenn er etwas wissen möchte – solle er mich doch Fragen!“ Solche Aussagen sind dann an der Tagesordnung.

Die Konfliktparteien sehen nur noch ihr eigenes Leid und können nicht mehr objektiv sein. Sie sind nicht mehr fähig das Problem zu erkennen und eine Lösung zu finden. Ihr ganz persönliches Dilemma beginnt und das Unternehmen wird mitgerissen…

 

Zahlen und Fakten:

Als Führungskraft und Unternehmer hat man eine Fürsorgepflicht! Nicht nur ein schönes Wort! Die Fürsorgepflicht ergibt sich in Deutschland aus §§ 617 bis 619 BGB als Nebenpflicht aus dem Arbeitsverhältnis. Weiter Gesetzen ergänzt diese mit (z. B. Fürsorgepflicht des Arbeitgebers für den Handlungsgehilfen, § 62 HGB). Der Arbeitgeber ist danach gehalten, Arbeitsbedingungen zu schaffen, die jeden Beschäftigten vor Gefahren für Leib, Leben und Gesundheit schützen.

In dem Artikel in der WirschaftsWoche „Wie Zoff dem Unternehmen schadet“ wird sehr anschaulich der Konflikt in Unternehmen in Zahlen gepackt! Auch die IHK-Studie, die in diesem Artikel erwähnt wird, kommt zu dem Ergebnis: „Die Auswirkungen von Konflikten sind vielfältig: über Reibungsverluste in der Zusammenarbeit, zu Krankenständen in der Belegschaft oder sogar dem Verlust von wertvollen Mitarbeitern.“

Wenn man als Führungskraft und Unternehmer sich seiner Fürsorgepflicht bewusst ist und auch die Konfliktthemen nicht als Privatsache der Mitarbeiter stehen lässt, kann man sehr viel gewinnen.

Fehler werden minimiert, der „normale“ Arbeitsablauf kann wieder beginnen und das Betriebsklima wandelt sich. Die Mitarbeiter sind bedeutend engagierter, motivierter und kommen wieder gerne zur Arbeit. Zudem sind sie dankbar, dass man ihnen aus ihrem Dilemma geholfen hat und sie im Unternehmen Gehör gefunden haben.

Ich habe mich in meiner Facharbeit: „Implementierung eines mediativen Gesamtkonzeptes in einem Familienunternehmen“ ausführlich mit dem Thema beschäftigt.

Aus meiner Erfahrung bin ich überzeugt, wenn man sich als Führungskraft / Unternehmer der Verantwortung bewusst ist und diesen Konflikt annimmt, ergibt sich mit einer orientierten und professionellen Konfliktbehandlung eine neue Perspektive für das Unternehmen und seine Mitarbeiter.

Konflikte sind Chefsache und sollten auch so behandelt werden!

 

Im nächsten Beitrag lesen Sie: Mediation! Was ist denn das überhaupt?