DENK-WEISE Brauchen wir Zertifikate?

Brauchen wir all diese Zertifizierungen und Bescheinigungen wirklich? 🤔

Was meint ihr? 🤔

Ich bin heute etwas nachdenklicher als sonst …
Auf meinem Schreibtisch liegt meine Teilnahmebescheinigung an der Weiterbildung:
Supervision – in dieser Bescheinigung wird mir der Erwerb von Zusatzkompetenzen bestätigt.

Soweit so gut! Wieder ein ✅

👉 Doch was mich die Tage beschäftigt ist eher die Frage WARUM…

WARUM bescheinigt mir eine Hochschule den Erwerb von diesen Kompetenzen? Nur weil ich anwesend war? 🧐

Ich liebe meinen Beruf und liebe es mich stetig fortzubilden – das ist für mich ein großer Bestandteil meiner Persönlichkeit!

🤔 Aber was bedeutet für mich Weiterbildungen/ Fortbildungen?

❗️Als zertifizierte Mediatorin bin ich per Gesetzt verpflichtet mich mindestens 50 Stunden fortzubilden und 5 meiner Mediationsfälle auch zu supervidieren – auf Anfrage muss ich dieses Nachweisen …

👉 Und hier kommt mein Dilemma – auf Anfrage! Es ist meine eigene Verantwortung, dass ich dies mache und wenn nicht – naja wo kein Kläger da kein Richter – sagt man so schön….

Wer mich kennt, weiß wie gewissenhaft ich bin und es für mich keine Frage gibt, dass ich mich weiter- und fortbilde.
Wenn ich mich über Fortbildungen informiere ist es eine niemals zu Ende gehende Odyssee an Anbieter, Möglichkeiten und von den Kosten ganz zu schweigen…

🤔 Ich frage mich in welcher Relation stehen diese Weiter- und Fortbildungen? Die Zeit, die ich verwende, die richtigen zu finden ist fast so hoch wie die Zeit, die ich in den Fortbildungen verbringe und die Kosten sind manchmal schwindelig hoch….

🤷‍♀️ Also was macht meine Arbeit aus? Meine Zertifikate / Teilnahmebescheinigungen / Lehrgangsbescheinigungen?

👉 Und was kommt bei Klienten an? Schaut sie auf solche Zertifikate bevor ich angefragt werde?

Ich kann gut verstehen, dass man einen Grundstock an Wissen benötigt, um gewisse Berufe auszuüben…

Doch egal, wo ich hinsehe oder in welche Branche … All die Vorschriften über das vorhanden sein von Zertifikaten und Zertifizierungen Frist unnötig Zeit und Ressourcen auf.

👉 Ich biete auch Workshops und Seminare an, die zu diesem „Spiel“ dazugehören an – ❗️ABER ❗️ich möchte nur Teilnehmer*innen, die die Headlines für diese Workshops persönlich nehmen und nicht nur weil sie eine Teilnahmebescheinigung benötigen (hatte ich zum Glück auch noch nie 😅)

Ich habe allerdings auch keine Lösung und so werde ich brave all meine notwenigen Unterlagen sammeln und mich wieder in den Sog der Weiterbildung/Fortbildungsmaschinerie einbinden lassen!

👉❓ Mich würde allerdings brennend interessieren, wie Ihr das seht❓

Ich würde mich über eine E-mail von Euch freuen :o)

DENK-ANSTOß Konflikte

Ich lese sehr gerne GEOkompakt – sie haben immer tolle Themen!

👉 In dieser Ausgabe haben sie sogar DAS THEMA! 👈

Die Texte sprechen mir aus dem Herzen! Genau so sehe ich meine Arbeit und auch ich würde mir wünschen, dass das Thema Konflikt kein Tabu-Thema ist, sondern jeder einzelne von uns mit offenem Herzen darauf schaut!

Wenn jeder von uns bereit ist eine neue DENK-Art zu Konflikten zu zulassen und das heißt eben auch, sich unter Umständen jemanden von außen dazu zu holen, dann können wir in der Gesellschaft viel bewegen!

Ich freue mich immer, wenn sich bei mir Konfliktparteien melden. Das zeigt mir, das unsere Gesellschaft immer mehr seine DENK-Art zu diesem Thema verändert und die Parteien nicht mehr nur „streiten“ wollen. Sie wollen ihren Konflikt auf einen nahrhaften Boden stellen, um gemeinsam oder jeder für sich in eine friedvolle Zukunft zu blicken.

❤️✨❤️

Das ist für mich der Schlüssel für innere Ruhe und ein friedvolles Miteinander.

❤️🗝❤️

Wir sind alle nicht unfehlbar
– doch wenn ich anerkennen, dass meine Wahrnehmung kein recht auf Absolutismus hat und andere tatsächlich etwas anders Wahrnehmen und meine Bedürfnisse unter Umständen nicht dieselben sind wie die meines Gegenübers –
dann haben wir die Chance gemeinsam genau diesen Schlüssel für unsere Gesellschaft zu drehen und eine neue DENK-Art zu etablieren!

herzlichst eure Mediatorin
Melanie
☀️🌺☀️

Warum denkst Du, dass Du keinen Coach brauchst?

Diese Woche in meinem Online Talk stellte man diese Fragen:

❓ Willst Du etwas verändern?
❓ Musst Du etwas verändern?
❓ Allein – oder doch mit Unterstützung?

❓Eine Frage, die immer im Raum steht – Brauche ich für eine Veränderung überhaupt einen Coach❓

👉 Meine Gegenfrage – warum denkst Du, dass Du keinen brauchst?

Ich gehe mit einer anderen DENK-Art an dieses Thema heran und dabei fällt mir sofort ein Bild ein, und zwar das eines Produktlebenszyklus…

Im Produktlebenszyklus wird klar dargestellt, warum es wichtig ist in der Sättignungsphase, also in der Zeit in dem es dem Produkt eigentlich „sehr gut“ geht und man großartige Gewinne macht, sich Berater von außen zu holen um das Produkt zu Relaunchen – das ist betriebswirtschaftlich selbstverständlich!
Die Berater habe die Aufgabe einen genauen Blick auf Ressourcen, Prioritäten, Möglichkeiten und Positionierung zu werfen und gegebenfalls Neu zu sortieren, justieren oder aufzudecken.

Ich möchte es gerne am Beispiel von Jägermeister näher erklären: man hatte diesen kleinen feinen Punkt für das Relaunch „verschlafen“ und die Marke Jägermeister stürzte ab. Das Unternehmen erkannte, dass Sie Hilfe von außen benötigen… nach einer Erfolgreichen Kampagne konnte man die Marke retten und bestens Positionieren … (seht ihr auch gerade diesen Hirschkopf 🦌 mit den Partygästen sprechen?😅)

Es kostete die Firma aber enorm viel Geld, Kraft und Ressourcen das heutige Image zu erreichen und somit den Absatz und das Unternehmen zu retten.
Wenn man aber das Relaunch in der Sättigungsphase eingeleitet hätte…

Trotz allen Veränderungen die Jägermeister in diese Zeit erlebt hat – im 💚 bleibt es immer ein Kräuterlikör – daran hat niemand etwas geändert!

ABER nun zurück zu der Frage – Brauche ich für eine Veränderung überhaupt einen Coach❓

Wenn Du Dir diesen Produktlebenszyklus mit dem Blick einer anderen DENK-Art ansieht, kannst Du gut erkennen, warum es so hilfreich sein kann, gemeinsam mit einem Coach von außen auf die eigene Situation zu schauen.

Es geht nicht darum eine andere Persönlichkeit zu erfinden, sondern Deine Ressourcen, Prioritäten, Position, Möglichkeiten und Bedürfnisse genau zu betrachten und gegebenfalls diese gemeinsam Neu zu sortieren, aufzudecken und zu etablieren…

Also meine Frage:
👉 Warum denkst Du, dass Du keinen brauchst? 😉

DENK-WEISE zum Thema ANGST

Gerne möchte ich in diesem Blog einmal darauf eingehen was ANGST ist. Was sie mit uns macht, wie unser Gehirn funktioniert bzw. nicht funktioniert, wenn wir ANGST haben und ich möchte Euch ermutigen Eure DENK-Weise zu diesem Thema genauer zu betrachten.

Es ist mir wichtig an dieser Stelle explizit darauf aufmerksam zu machen, dass ANGST generell ein sehr guter Mechanismus für uns ist, um uns vor Gefahr zu schützen. Bei meiner Arbeit begegnet sie mir leider viel zu häufig in der Form, dass wir auf Grund von Vorstellungen, Erzählungen und eigenen Erinnerungen ANGST verspüren. Dieser ANGST möchte ich in diesem Blog auf den Zahn fühlen…

Sie schleicht sich manchmal so ganz langsam und auf leisen Pfoten in unser Leben und wir können uns gar nicht mehr vorstellen wie es ist ohne Angst zu leben. Doch erkennen wir Angst tatsächliche als ANGST oder ist es ein „komisches Bauchgefühl“, „Sorgen“ um unsere Kinder, Geld, Arbeit oder mögliche „Schreckensszenarien“ die unser Gehirn formt?

Ich glaube es ist wichtig sie genau anzusehen und das dahinter liegende Bedürfnis, zu benennen. Die gewaltfreie Kommunikation ist eine große Hilfe – hier wird man ermutigt sich seine Bedürfnisse und Gefühle genauer anzusehen. Bei ANGST gibt es eine Fülle an Bedürfnissen, die nicht erfüllt sind und unangenehme Gefühle die dadurch auftreten…

Bei einer gefühlten Präsenz von ANGST, könnte es sich beispielsweise um die nicht erfüllten Bedürfnisse nach Sicherheit, Ruhe, Verbindung, Liebe oder Freundschaft handeln.

Der Neurowissenschaftler Jaak Panksepp hat die Bedürfnisse und Gefühl „emotionalen Schaltkreisen“ zugeordnet. Dabei hat er herausgefunden, das Angst in unterschiedlichen „Schaltkreisen“ vorkommen und sich dabei in unserem Inneren jeweils anders anfühlt. Die Angst, die mit den Schaltkreis FURCHT verbunden ist, unterscheidet sich sehr von der Angst die mit dem Schaltkreis PANIK/TRAUER verbunden ist. Es ist wichtig zu wissen mit welchem Schaltkreis (also woher das Gefühl ANGST nun wirklich stammt) wir es zu tun haben, um eher ein Gefühl dafür zu bekommen, wo wir hinsehen dürfen und was wir tun können um ein nicht erfülltes Bedürfnis zu „beruhigen“.

Sarah Peyton erklärt in ihrem Buch „Selbstresonanz – Im Einklang mit sich und seinem Leben“ ANGST unter anderem als chemischer Cocktail aus Botenstoffen (Neurotransmitter) in unserem Gehirn. Sie beschreibt, dass bei ängstlichen Personen der Adrenalin- und Cortisolspiel steigt und dabei die dringend benötigten anderen Botenstoffe nicht produziert werden können (z.B. Serotonin und Dopamin). Dann übernimmt die Amygdala – dieser Teil des Gehirns ist für unser Emotionen zuständig – die Führung. Wenn sie stark wird, geht die Produktion von natürlichem Beruhigungsmittel zurück und dadurch wird der benötigte Vorrat für beängstigende Situationen nicht aufgefüllt. Plötzlich haben wir weniger Zugang zum Präfrontaler Cortex – dies ist der Teil des Gehirns der sich über die Amygdala legt und unsere Emotionen schützen und besänftigen kann – und deshalb tun wir uns schwer unsere Emotion zu regulieren. So wird das freundliche „Wesen“ in uns Negativ, und das heißt, die Handlungen erfolgen eher aus unmittelbarer Reaktion auf einen Reiz und weniger überlegt… Wir handeln also bei ANGST nicht bedacht, sondern genau das Gegenteil ist der Fall und verschlimmert dadurch oft noch unsere Situation.

Ein weiterer „Angstmacher“ ist die innere Stimme. Woher kommt sie?

In diesem Zusammenhang schauen wir uns die Funktion unseres Gehirns bzw. die zwei Gehirnhälften (Rechte und Linke Hemisphäre) genauer an.

Die Linke ist die Stimme der Leugnung, Ignoranz, Kritik und Verachtung

Die Rechte die Stimme des Schmerzes, der Depression, der Überwältigung, der Hoffnungslosigkeit und der Lähmung.

Wenn wir uns nun vorstellen das unsere Innere Stimme ein Dialog dieser beiden Gehirnhälften ist und diese Stimmen ihre Argumente aus unseren gespeicherten Erinnerungen und Erzählungen sowie den dazugehörigen Gefühle zieht, dann kannst Du verstehen warum ich Dir den Rat geben – zeig bitte eine gesunde Skepsis gegenüber DEINER INNEREN STIMME!

Denn, wenn wir diesen Stimmen bedingungslos folgen, landen wir ganz schnell in einem Hamsterrad aus Angst und schlechten Gefühlen…

Diese beiden Gehirnhälften haben aber auch gute Eigenschaften…

Die Linke steht auch für Klarheit, Handeln und Tatkraft

Die Rechte für Empathie, Wärme, Resonanz und Verständnis…

Also warum meldet sich dann die „nicht so schönen“ Stimmen?

Weil eines der Aufgaben von unserem Gehirn ist, auf uns aufzupassen! Und das tut es mit den Mitteln, die ihm zur Verfügung stehen und eines der wirkungsvollsten ist dabei die ANGST!

Was können wir tun, wenn all die Ängste in uns hoch kommen – wenn wir zum Beispiel eine schlechte Nachricht bekommen, bei den Bildern die wir in den Nachrichten sehen, bei Geschichten die uns erzählt werden oder die wir uns selbst erzählen…

Als erstes Rate ich einen Abstand zu dieser ANGST zu nehmen, um sich seiner Gefühle und Bedürfnisse in diesem Zusammenhang bewusst zu werden und sie zu benennen. Diese Art der ANGST wie auch Konflikte, stammen aus nicht erfüllten Bedürfnissen und der Mangel sich mit diesen auseinanderzusetzten.

Ich möchte Euch ermutigen Eure DENK-Weise zu diesem Thema zu verändern, geht in Resonanz mit Euch und seid kritisch mit den inneren Stimmen und zugleich seid liebevoll mit Ihnen – sie meinen es nur gut und wollen Euch schützen. Wenn Du genau diese Stimme hörst, frage sie doch einmal, ob sie versucht dich vielleicht vor dem Schmerz der Enttäuschung zu beschützen. Und danke Deiner inneren Stimme, dass sie sich so große Mühe gibt auf Dich acht zu geben.

Habt immer vor Augen was sich chemisch bei Euch abspielt und was und wer alles „beteiligt“ ist, um Eure ANGST aufrecht zu erhalten.

Beruhigt sie und bewegt Euch in Richtung VERTRAUEN zu Euch selbst!

Das Leben ist so wundervoll, voller bezaubernden und fantastischen Momenten – die verpassen wir, wenn wir nicht aus dem Hamsterrad kommen und uns ständig mit der ANGST beschäftigen.

DENK-ANSTOß

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und wenn wir so darüber nachdenken war eigentlich alles wie die Jahre davor? Oder? Vielleicht nicht alles – aber doch das meiste ;o)

Kennen Sie das? Und dann dieser unweigerliche drang in einem zu DENKEN – im nächsten Jahr mach ich es anders…

  1. Was soll denn anders werden?
  2. Warum soll es anders werden?
  3. Wie soll das gehen – ANDERS?

Das sind die Fragen die möglicherweise sofort in Ihrem Kopf „aufpoppen“! Helfen einem diese Fragen denn wirklich – auf was werden Ihre Gedanken unter Umständen gelenkt?

  1. Was soll anders werden?  –  Ich möchte mehr Sport machen (der Klassiger ;o)…
  2. Warum soll es anders werden?  –  Ich möchte eine tolle Figur/gesünder Leben…
  3. Wie soll das gehen – ANDERS?  –  ???  

Mit der dritten Frage beginnt das Dilemma, denn da meldet sich unser kleiner innerer Troll….

– Wie bitte soll ich mehr Sport in meinem Alltag einbauen – ich komme doch schon so nicht um die Runden…

– noch ein Beitrag in einem Fitnessstudio, den ich dann nach einem halben Jahr wieder kündige (wenn ich dran denke…)

– und jetzt mal ehrlich… für was und wen soll ich mich denn quälen?

Kommt Ihnen das bekannt vor? Kennen Sie diese Fragen und die dazugehörigen Antworten?

Ich kenne sie – nur zu gut!

Der Hintergrund ist, dass Menschen dazu neigen, schöne Dinge schnell abzuhaken und schrecklichen Ereignissen lange nachzuhängen. In diesem Fall den nicht erreichten Zielen. Das hat negative Auswirkungen auf unser Leben. Erstens sinkt das Lebensgefühl und darunter leiden wiederum die Gesundheit. Zweitens fokussieren wir uns auf den Mangel, anstatt über unsere Möglichkeiten nachzudenken. Um eine Aufwärtsspirale auszulösen, müssen wir uns bewusste darüber werden, was uns gut tut und auf welchen Wegen uns Erfolge gelingen.

Das war auch der Grund weswegen ich eine andere Strategie für mich entwickelt habe!

Stellen Sie sich einmal vor, wie sich folgende Fragen anfühlen….

  1. Was hat mich glücklich gemacht?
  2. Warum hat es mich glücklich gemacht?
  3. Was habe ich getan, um mich in dem Moment glücklich zu fühlen?

Bei diesen Fragen kommen als erstes Gefühle hoch – Bilder die vor dem inneren Auge „aufpoppen“

Bei mir kommen die Antworten oft genauso schnell, zum Beispiel im Bereich Business:

  1. Was hat mich glücklich gemacht?  –  Eine Klientin hat sich bei mir gemeldet und hat mir erzählt wie positiv sich Ihr Team entwickelt hatte.
  2. Warum hat es mich glücklich gemacht?  –  Das ist der Grund weswegen ich mich Selbständige gemacht habe – um direkt zu wirken!
  3. Was habe ich getan, um mich in dem Moment glücklich zu fühlen?  –  Ich hatte mich sehr gut für die Seminartage vorbereitet, was mir sehr viel Sicherheit gegeben hat. Dann konnte ich mich auf die jeweiligen Teilnehmer einlassen und machte mir keinen Kopf über den Inhalt des Seminares.

„Was fange ich nun damit an“ werden Sie sich vielleicht fragen…

Mit dieser Arte der Fragestellung beschäftigen sich Ihre Gedanken mit positiven Gefühlen, positiven Erinnerungen und mit Erfolgen die Sie damit verbinden.  

Mit der Beantwortung der dritten Frage haben Sie eine Strategie und nun habe Sie die Möglichkeit dies auf andere Bereiche auszudehnen.  

Erst jetzt stellen Sie sich die Fragen…

  1. Was hat mich nicht glücklich gemacht?
  2. Warum hat es mich nicht glücklich gemacht?
  3. Was habe ich getan, um mich nicht glücklich zu fühlen?

Um so öfter Sie sich diese Fragen stellen, umso leichter werden Sie die Möglichkeiten daraus erkennen.

Machen Sie es schriftlich – dann könne Sie immer wieder darauf zurückgreifen und über das Jahr hinweg das eine oder andere Thema nochmals in die Fragerunde werfen.

Von mal zu mal wird es sich für Sie immer leichte anfühlen und die Änderungen kommen von ganz allein :o)

Was ist denn ein Impulsvortrag

Ein Impulsvortrag ist immer mir ein „kleiner“ Einblick in ein bestimmtes Thema meines Fachgebietes…

Für das Landratsamt Alb-Donau-Kreis Fachdienst Flüchtlinge und Integration durfte ich einen Impulsvortrag erarbeiten und am 26.09.2019 im Rahmen des Austauschtreffens das Haupt- und Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe vortragen. Es war mir eine große Ehre!

Wenn ich beginne mit meinem Klienten ein Thema aus meinem Fachgebiet zu erarbeiten, sprudelt es in mir bereits vor Ideen … Bis es dann zum fertigen Impulsvortrag kommt, vergehen viele Stunden in denen ich die neusten Fakten recherchiere und relevante Aspekt prüfe und filter.

Für einen Impulsvortrag greife ich auf meine Erfahrung aus dem Tagesseminar Kommunikation zurück, um eine Thema verständlich zu vermitteln.

Es geht darum bei den Zuhörern innerhalb eines ca. 40- 60 min. Vortrags Neugierde für ein bestimmtes Thema zu wecken und ihnen Informationen kurz und knapp zu vermitteln…

„Achtsamkeit – Ich gebe doch schon auf mein Hab und Gut acht – oder was ist gemeint?“

Achtsamkeit! Achtsam sein! Sei Achtsam! Du musst mehr Acht geben!…

Überall begegnet uns in der jüngsten Zeit das Wort Achtsamkeit – es gibt Achtsamkeitstrainer, Achtsamkeitsbücher, AchtsamkeitsPodcast und und und… aber was bedeutet Achtsamkeit denn überhaupt? Haben unsere Eltern und Großeltern denn nicht Acht gegeben? Dann stellt sich mir die Frage, auf was musste man früher acht geben und auf was müssen wir heute acht geben? Hat sich da was geändert?

Für mich hat sich einiges geändert, nicht nur persönlich, sondern vor allem unsere Zeit und die Ansprüche und Anforderungen die an uns gestellt werden, haben sich verändert…

Ja, wir müssen mehr Acht geben auf uns!

Wenn wir uns unsere Großeltern vorstellen, dann hatten sie Arbeitszeiten die klar definiert waren und die Freizeit in der sie sich mit Ihrer Familie und Freunden beschäftigten oder sich mit einem Buch oder einer Zeitschriften verkrümelt haben. Was ich sagen möchte, wir haben oft diese klar definierten Zeiten gar nicht mehr. Wenn wir uns nicht aktiv „abschalten“ dann werden wir immer gefordert, von unseren Smartphones, unseren Tablets, PC´s und was noch so alles blink und uns erinnert, dass wir schon seit einiger Zeit nicht mehr online waren. Und von der inneren Stimme die uns mahnt doch noch schnell, das eine oder andere zu erledigen, fang ich erst gar nicht an zu schreiben :o)

Auf uns strömt so viel mehr Wissen ein – laut einer Studie verdoppelt sich alle vier Jahr – in jeder Fachrichtung – unser Wissen! Alle vier Jahre verdoppelt es sich, dass ist eine enorme Geschwindigkeit und genau diese versuchen wir mitzuhalten! Nennen wir es Evolution, wir versuchen uns anzupassen. Leider ist Evolution nicht ohne Fehler und basiert auf der `Theorie „Die Bestangepassten überleben“ aber daraus folg nun gar nicht, dass es sich bei den Überlebenden zugleich um die bestmöglich Angepassten handelt.*` Und deshalb sollte auch jeder Innehalten und sich fragen ob die Richtung in die meine persönliche „Evolution“ geht, denn die Richtige für mich ist!

Ich glaube es gibt viele Wege und einen Weg heißt bei mir Achtsamkeit, fokussiert auf mich und meine Bedürfnisse!

Wie ich das schaffe? Nun, ich habe unter anderem einen tollen Autor gefunden, dessen Bücher ich inspirierend finde: Thich Nhat Hanh
Er ist Zen-Meister und bei ihm verstehe ich die Prinzipien der buddhistischen Lehren sehr gut.

In meinem Seminar greife ich die vier Arten der Nahrung wie Buddha sie gelehrt hat, in einem Programmpunkt auf. In der Praxis der Achtsamkeit ist es mir wichtig, dass meine Teilnehmer die wechselseitige Abhängigkeit von Körper und Geist klar erkennen.

Die Vier Arten der Nahrung, die Buddha gelehrt hat, zeigen uns den Weg, wenn wir aufmerksam sind – Achtsam erkennen können, was wir wirklich in unserm Leben aufnehmen möchten.

Essen und Trinken – Welche Lebensmittel, welche Qualität und wieviel nehme ich zu mir?

Sinneseindrücke – Wie füttere ich meine Sinneseindrücke, was schmecke ich, was höre ich, was rieche ich, was berühre ich, was sehe ich …

Wollen – Was ist mein innigster Wunsch? Was lässt mich Morgens aufstehen?

Bewusstsein – Was bin ich mir Bewusste? Die Worte die ich spreche, die die ich höre? Was sind meine Gewohnheiten und meine Begabungen?

Dabei trainiere ich keine Achtsamkeit – ich trainiere Aufmerksamkeit! Für mich ist das Wort Achtsamkeit gleichzusetzten mit Aufmerksamkeit! Aufmerksam sein was ich essen, was ich lesen möchte, welches Ziel ich mir stecke und aufmerksam meine Gewohnheiten überprüfen! Aber auch sich selbst aufmerksam beobachten, wann es Zeit ist sich aktiv abzuschalten. Das ist für mich die Form von aufmerksamer Achtsamkeit die ich lebe und weitergeben möchte!

Sie Fragen sich welche Achtsamkeit die Ihre ist? Finden Sie es heraus, in dem Sie anfangen aufmerksam in sich hineinzuspüren :o)

Wenn etwas entstanden ist, müssen wir dessen Präsenz anerkennen und tief in seine Natur hineinschauen. Wenn wir tief schauen, werden wir die Arten der Nahrung entdecken, die dazu beigetragen haben, dass es entstanden ist, und die es weiter nähren.

Samyutta Nikaya 2,47

Literatur:*(Wahre Lügen – Warum wir nicht glauben was wir sehen – Kai Schreiber/rowohltBERLIN)

„Das Harvard-Konzept“ – Was hat das mit Mediation zu tun?

Warum erwähne ich es in Zusammenhang mit Mediation? Dazu möchte ich gerne erst erklären, wie es den zu diesem Konzept kam und was es bewirken soll…

Entstanden ist es bei einem Forschungsauftrag zum Thema „Wann sind Verhandlungen in Institutionen erfolgreich?“ an der Harvard Universität

Die amerikanische Rechtswissenschaftler Roger Fischer und Williams L. Ury erklären das dahinterstehende Prinzip in ihrem veröffentlichten Buche „Getting to Yes“ (deutscher Titel: Das Harvard-Konzept) im Jahr 1981. Es ist ein Teil des „Program on Negotiation “ der Harvard Law School.

Mit dieser Methode soll man in Konfliktsituationen mit einem sachbezogenen Verhandeln, zu einer konstruktiven und friedlichen Einigung mit einem Win-Win-Ergebnis gelangen.

Es ist wichtig die persönliche Beziehung zu wahren und es steht der beidseitige größtmögliche Nutzen im Vordergrund.

Diese vier Bedingungen sollen eingehalten werden:

1. Behandeln Sie Menschen und ihre Interessen getrennt voneinander

2. Konzentrieren Sie sich auf die Interessen der Beteiligten und nicht auf Ihre Positionen

3. Entwickeln Sie Entscheidungsoptionen

4. Bestehen Sie auf objektive Beurteilungskriterien.

Die Autoren wollten damit „schlechte“ Übereinkünfte vermeiden!

Verhandlungen bringen jedoch manchmal selbst mit den besten Methoden nichts, aus diesem Grund wird empfohlen, dass man sich vorher über folgendes bewusst sein sollte:

Das sogenannte BATNA (Best Alternative To Non-Agreement)

Das bedeutet, dass man sich über die beste Alternative zu einem negativen Ergebnis Gedanken machen sollte. Hierbei wird die Frage gestellt: Was kann ich tun, wenn ich keine Einigung erlange? Wer dies vorher weiß, erhöht seine Unabhängigkeit und stärkt seine Position in einer Verhandlung.

In meinem Studium an dem Institut für Mediative Kommunikation und Diversity-Kompetenz an der Internationalen Akademie Berlin für innovative Pädagogik, Psychologie und Ökonomie gGmbH (INA), habe ich das Harvard Konzept in Zusammenhang mit der Mediation kennen und vor allem schätzen gelernt.

Hierbei orientiere ich mich am MOON-Guide. Wobei dieser Guide als Richtschnur oder mögliche Schrittfolge zu verstehen ist.

M = Menschen und Konflikte getrennt voneinander betrachten

Beispiel, wenn das Zimmer schmutzig ist: – Wertung „Du bist schlampig!“                             – ohne Wertung: „Dein Zimmer ist unordentlich“

O = Orientierung auf das Interesse und nicht auf die Position

Nicht die Frage „Wer ist schuld“ sondern „Was ist schief gelaufen? Was können wir tun? Was soll nächstes Mal besser laufen?

O = Option zum beiderseitigen Vorteil

Gibt es etwas, dass beiden etwas bringt? Statt nach der einen richtigen Lösung zu suchen, könnte man sich viele andere Möglichkeiten und Lösungswege erarbeiten.

N = Neutrale Kriterien

Es ist wichtig, dass es von beiden Parteien als neutral bewertet wird. Zum Beispiel bei Unterhaltsbewertung –  die Düsseldorfer Tabelle

In der Mediation sind es genau diese Punkte die ich als Mediator im Auge behalte. Mir ist es wichtig, dass die Parteien Menschen (unter Umständen sich selbst) getrennt vom Konflikt betrachten und die Orientierung auf dem Interesse bleibt und nicht auf der Position. In einer Mediation versuche ich die Parteien zur IHRER Win Win Lösung zu begleiten und diese mit Ihren Worten zu moderieren.

Wobei ich das Vorgehen in Bezug auf BATNA nicht in der Meditation „vorab erarbeite“, da ich zu keinem Zeitpunkt, mit von mir erarbeiteten Alternativen in den Prozess eingreife. Die Parteien bleiben während des ganzen Prozesses die Experten ihres Konfliktes. Sie erarbeiten die eventuellen Alternativen im eigenen Interesse, während des Prozesses, selbst.

Auch in Supervisionen ist das Harvard-Konzept mit dem MOON-Guide für mich eine großartige Hilfe!

In meinem nächste Beitrag lesen Sie: „Achtsamkeit – Ich gebe doch schon auf mein Hab und Gut acht – oder was ist gemeint?“

Gewaltfreie Kommunikation (nach Marshall B. Rosenberg)

In der Gewaltfeien Kommunikation geht es nicht darum seine Fäuste in den Griff zubekommen. Sie können erlernen zu verstehen, wie friedvoll eine achtsame Kommunikation sein kann. Nicht nur für unseren Gesprächspartner, sondern und vor allem für uns selbst.

Diese Kommunikation ist eine Methodik und ermöglicht Menschen so miteinander umzugehen, dass der Kommunikationsfluss zwischen ihnen verbessert wird. Die Gewaltfreie Kommunikation ist in vielerlei Hinsicht im Alltag sehr hilfreich, sei es in Bezug auf Unternehmen oder Privatpersonen und kann eine friedliche Kommunikation fördern. Sie ist in erster Linie eine Grundhaltung, die eine wertschätzende Beziehung in den Vordergrund stellt. Hierbei schließt sie jegliche Form der Kommunikation ein, sei es verbal oder nonverbal.

Gewaltfreie Kommunikation basiert auf den drei Säulen „Selbstempathie“, „einfühlsames Zuhören“ und „ehrlicher, achtsamer Selbstausdruck“. Jede dieser drei Fähigkeiten lässt sich einzeln trainieren.

Marshall B. Rosenberg hat hier die Methodik der 4 Schritte ausgearbeitet, die als Handwerkszeug und Hilfsmittel dienen kann, um zu lernen wie man sich ausdrückt.

Hierbei ist sehr wichtig, mit welcher Haltung ich persönlich kommuniziere. Habe ich eher eine gewaltvolle oder eine einfühlsame Kommunikation. Marshall B. Rosenberg bedient sich zweier Symboltiere. Der Giraffe, sie ist das Säugetier mit dem größten Herzen und symbolisiert somit eine einfühlsame Sprache und dem Wolf/Schakal, der seit langer Zeit das Symbol für Bedrohung und Angst ist.

Die vier Schritten der GFK

Schritt eins: Beobachtung ohne zu Bewerten

  • Was ist, wertfrei betrachtet, genau geschehen?
  • Was haben Sie konkret beobachtet?
  • Was genau wurde gesagt und getan?

Schritt zwei: Die Gefühle

  • Wie geht es Ihnen mit dem Gesagten (Gehörten, Beobachteten…)?
  • Was lösen die Beobachtungen bei Ihnen aus?
  • Wie fühlen Sie sich dabei?

Schritt drei: Die Bedürfnisse

  • Um welches Bedürfnis geht es in dieser Situation?
  • Was genau ist Ihnen dabei wichtig?
  • Geht es Ihnen um …(Sicherheit, Zusammenarbeit, Selbstbestimmung o.Ä.)?

Schritt vier: Die Bitten

  • Wie könnte Ihre diesbezügliche Bitte lauten?
  • Was genau wäre ein passender nächster Schritt?
  • Auf welche Weise kann ich Sie konkret unterstützen?

Um es zu verdeutlichen – so würde es M.B. Rosenberg ausdrücken: „Wenn 1, dann fühle ich mich 2, weil ich 3 brauche. Deshalb möchte ich jetzt gerne 4.“

-> also eigentlich ganz einfach ;o)

In meinem nächste Beitrag lesen Sie: „Das Harvard-Konzept“ – Was hat das mit Mediation zu tun?